Die Welt im Jahr 2015

2014 war weltpolitisch ein aufregendes Jahr: Staaten zerfallen, alte Denkmuster erleben eine Renaissance und die Welt in der wir leben erscheint so unsicher wie nie zuvor. Die Krisen, die wir erleben, sind mit dem Ende des Jahres noch längst nicht ausgestanden. Und eine alte, schon in Vergessenheit geratene – die Eurokrise- könnte im nächsten Jahr ihr unheilvolles Comeback starten.

Putins Russland

Am bedrohlichsten für die Welt könnte sich das Russland Wladimir Putins erweisen. Durch die Schwäche des Rubels und der niedrige Ölpreis wird die Lage der russischen Wirtschaft weiter verschärfen. Grund genug für die russische Führung nach neuem Prestige in der Außenpolitik zu streben. Wobei momentan noch unklar erscheint, wie die Russen versuchen werden, ihre hybride Kriegsführung im Osten der Ukraine zu einem endgültigen Erfolg für die Separatisten zu machen.

Religiöser Fanatismus

Die religiösen Fanatiker der Terrorgruppe Islamischer Staat werden im nächsten Jahr zumindest in Syrien und im Irak ihren Niedergang erleben. Denn militärisch und vor allem finanziell werden sie Rückschlag um Rückschlag erleiden und ihre Glaubwürdigkeit innerhalb ihrer eigenen Anhänger verlieren. Dennoch ist nicht davon auszugehen, dass der islamistische Terrorismus schnell besiegt werden kann. Im Gegenteil: Die Gefahr besteht, dass sich Terrorgruppen der Sorte IS und Boko Haram weiter in Krisen geschüttelten Staaten ausbreiten und an Macht gewinnen.

Eurokrise

Die Eurokrise war längere Zeit aus den Tageszeitungen und Nachrichtenjournalen verschwunden. Das könnte sich ändern, wenn es der linken Partei, Syriza, von Alexis Zipras gelingt, in Griechenland in die Regierung gewählt zu werden. Auch die Situation in Italien, der drittstärksten Volkswirtschaft Europas, ist alles andere als einfach. Zwar sind Regierungschef Matteo Renzi wichtige Reformen gelungen. Doch ist die Situation in Italien immer noch weit von einer konjunkturellen Erholung entfernt. Das Reformprogramm Renzis ist selbst innerhalb seiner eigenen Partei sehr umstritten. Das nächste Jahr wird für Matteo Renzi und Italien nicht einfacher werden als das letzte. Denn er will Italien weiter zum positiven verändern. Doch Das Movimento Cinque Stelle, die Fünf Sterne Bewegung des Komikers Beppe Grillo erhält mit ihrem Kurs gegen die Austeritätspolitik und für eine Wiedereinführung des Euro weiterhin viel Zulauf und wird ihm das Reformieren schwer machen.

Uns erwartet ein spannendes Jahr 2015. Ich wünsche Ihnen allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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