Die „Alternative für Deutschland“ – vorwärts in die Vergangenheit. Oder: Was die neue Partei über die Eurokrise sagt

Die Eurokrise und Rettungspolitik der Parteien haben das Entstehen einer „Anti Euro Partei“- der Alternative für Deutschland provoziert. Sonntag wird die Partei Alternative für Deutschland gegründet. Sie hat interessante Ideen. Sie bietet  eine für viele Menschen Alternative für die von den Parteien oftmals als alternativlos bezeichnete Eurorettungs- Politik.

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Die Mitglieder der Alternative für Deutschland glauben, dass der momentane Weg aus der Eurokrise der falsche ist. Sie will den Euro stufenweise abschaffen oder zum Beispiel einen Nordeuro einführen. Die verschiedenen Staaten der Eurozone könnten wieder zu ihrer alten Währung zurückkehren, ihre Währung abwerten und die eigene Wirtschaft wieder ankurbeln. Damit sind aber die Probleme keinesfalls gelöst. Die Schulden von Staaten wie Griechenland wären durch die Abwertung noch viel höher als zuvor und die Probleme, wie Korruption, Nepotismus, wären damit nicht gelöst. Griechische Reeder bezahlen keine Steuern und wie die Banken weiter agieren, weiß man auch nicht.

Die Krise als Chance begreifen

Zugegebenermaßen wirkt die Eurorettung der europäischen und deutschen Politik alles andere als souverän. Frau Merkels Vorgehen lässt nicht klar erkennen, ob sie einen Plan hat. Oder ob ihre Politik sich mehr darauf konzentriert, die gerade aufkommenden Krisen zu lösen. Doch das ist wahrscheinlich einfach der Komplexität der Problematik geschuldet. Wenn man die Eurokrise lösen will, muss man nicht nur die Staatsschulden bekämpfen, die Gier einiger Banker zäumen und die Wirtschaft einiger europäischer Staaten weiter reformieren. Man muss noch viel mehr. Denn nur wenn man die Fehler im weltweiten Wirtschaftssystem behebt, die zur Eurokrise geführt haben, kann man neue Krisen in Zukunft verhindern. Erste Schritte in dieser Richtung sind zumindest erkennbar. Der Bankrott der zypriotischen Laiki Bank und die Beteiligung reicher Anleger (über das, was als reich betrachtet wurde, darf man streiten) sind ein Schritt in die richtige Richtung. Der beginnende Kampf gegen die Steuerparadiese ist ein weiterer richtiger  Schritt. Aber der Weg ist noch sehr, sehr weit. Die Komplexität und die Interdenpendezen im Wirtschaftssystem sind zu groß und zu kompliziert als das eine Lösung schnell und leicht zu haben ist.

Die Wirtschaft ist global und einem  rasanten Wandel begriffen. Neue Wirtschaftsmächte wie China, Brasilien oder Indien sind dabei aufzusteigen. Andere Mächte wie Deutschland, Frankreich und Italien sind laut einer OECD Studie auf dem deutlich absteigenden Ast. Wenn die europäischen Staaten  in der Welt in Zukunft noch ein Wörtchen mit reden wollen, können Sie das nur auf eine Weise: zusammen. Die politischen Ideen der Alternative für Deutschland  zeigen dazu keine Wege auf. Die Ideen der neuen Partei bieten keine Lösungen. Aber wir können hoffen, dass sie etwas anderes bewirken:

Das Ende der Alternativlosigkeit

Die etablierten Parteien müssen erkennen, dass Sie in ihrer momentanen politischen Agitation viele Fehler machen. Sie müssen mehr Demokratie in Europa speziell innerhalb der Institutionen der EU schaffen. Den Bürgern  muss man die Eurorettung nicht als alternativlos verkaufen, sondern  ihnen deutlich machen, welche positiven Effekte daraus entstehen können. Des Weiteren muss Schluss sein mit einer europäischen Politik, die die Jugend Europas in die Arbeitslosigkeit treibt.  Denn sie ist die Zukunft Europas.

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