Bücher vs. E- Books

Schon als kleiner Junge war ich eine begeisterte Leseratte. Früh las ich Bücher von Agatha Christie und war fasziniert von den Krimigeschichten Sherlock Holmes‘. Im Laufe der Jahre las ich viele, viele Bücher und kaufte auch nicht wenige. Dies war höchst positiv für meine Bildung. Denn lesen bildet nun einmal. Negativ war es allerdings für den Platz in meinem eigenen, kleinen Jugendzimmer. Bedingt auch durch mein Geschichtsstudium platzte der kleine Raum fast vor Büchern. Deswegen habe ich jüngst viele alte Bücher in eine Kiste gepackt und auf den Dachboden gebracht, wo sie mich nicht mehr stören. Dort stehen sie jetzt und stauben vor sich hin. Viele davon habe ich gern gelesen. Einige haben aber nur meine Zeit verschwendet. Jüngst erst habe ich mir „2666“ von Roberto Bolano gekauft. Ein Weltbestseller, der mit über 1000 Seiten Hoffnung auf ein längeres Lesevergnügen machte. Leider wurde ich enttäuscht. Die Storyline ist sehr, sehr langweilig und bei Seite 130 beschloss ich, es nicht mehr weiter zu lesen. Das passiert mir wirklich selten. Aber was mache ich jetzt damit? Verschenken? (Das kann ich keinem Freund antun). In das Regal stellen und verstauben lassen?

Seit einiger Zeit gibt es eine Alternative zum gedruckten Buch: die E- Books. Jetzt ist es möglich Bücher auf kleinen, platzsparenden und höchst portablen Readern zu lesen. Bücher zu lesen, die auch nicht mehr so teuer sind. So gibt es viele Angebote für 0,99 cent. Es gibt sogar Angebote, wo man die Bücher nur leiht und sie dann wieder zurückgeben kann. Wo ich meinen Fehlkauf also wieder loswerden könnte. Die Vorhersage des bibliophilen Bestsellerautors Umberto Eco, die er vor einiger Zeit in einem Interview mit der FAZ machte, dass “nur eine kleine Minderheit elektronischer Taliban“ Bücher in Zukunft auf Readern und I- Pads lesen werden, wird sich kaum erfüllen. E- Books werden sich durchsetzen.

Wahrscheinlich werde auch ich bald einmal das E- Book ausprobieren. Denn ich stelle mir das schon sehr praktisch vor. Auch wenn ich glaube, dass es zunächst ein wenig dauern wird, sich daran zu gewöhnen, Bücher auf einem Bildschirm zu lesen. Es wird gewiss auch der Atmosphäre in meinem Zimmer gut tun, da es nie wieder so überladen mit Büchern sein wird. Das gedruckt Buch werde ich wahrscheinlich aber weiterhin kaufen. Nur werde ich mehr Sorgfalt bei der Auswahl walten lassen. Was meint ihr? Was setzt sich durch? E- Books? Das gedruckte Buch? Gibt es am Ende vielleicht irgendwann gar kein gedrucktes Buch mehr?


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