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Die Geschichte eines Deutschen

Sebastian Haffners „Geschichte eines Deutschen“ ist vielleicht das beeindruckendste Buch, das ich je zur NS- Zeit gelesen habe. Denn er zeigt unglaublich fesselnd wie kein anderer, wie es war als Gegner der NSDAP die Machtergreifung der Nationalsozialisten zu erleben, und wie die Nazis möglich wurden.

Geschichte wird meist nur aus der Perspektive der großen Männer erzählt. Der Berliner Sebastian Haffner hat sich 1939 erlaubt, seine Geschichte, die eines ganz normalen Deutschen im Dritten Reich zu erzählen.

Haffners Geschichte ist spannend, weil er ein überaus sympathischer Charakter ist, jemand der früh den Nationalsozialismus als das wahrhaft Böse ausmacht. Man fiebert mit ihm mit, ob er es schafft, seinen Plan in die Realität umzusetzen und aus Deutschland wegzugehen.

Gleichschaltung, Volksgemeinschaft, das Ende der Meinungsfreiheit: Das alles sind Begriffe die wir oft gehört haben. In Haffners Geschichte bekommen sie Farbe, werden zu gelebter Realität.

Haffner zeigt, wie man plötzlich niemandem mehr trauen kann, den man vor der Machtergreifung zu seinem weiteren Freundeskreis zählte, andere Freunde plötzlich um ihre Zukunft und ihr Leben fürchten müssen, weil sie der falschen Religion angehören.

Sebastian Haffners „Geschichte eines Deutschen“ ist, wie auch seine anderen Bücher „Anmerkungen zu Hitler“ und „Von Bismarck zu Hitler“ sehr gut zu lesen und extrem empfehlenswert.

Mit einem Kauf eines Buches über den von mir angegeben Link unterstützt ihr diesen Blog mit einem kleinen Betrag.

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The Anarchy

Rezension: William Dalrymples „The Anarchy. The relentless rise of the East India Company.

Facebook, Google, Goldman Sachs : Es sind große Firmen, die in unserer heutigen Zeit unser Leben dominieren. William Dalrymple hat eine Geschichte über das erste Unternehmen der Menschheit geschrieben, das ähnlich dominant und „too big to fail“ war: Die britische Ostindische Kompanie.

Im späten 18. Jahrhundert waren alle europäischen Nationen darum bestrebt, Handel zu betreiben und ihre außereuropäischen Besitzungen auszubauen- so auch die Briten. Sie gründeten ihr Pondent zur holländischen ostindischen Kompanie in einem kleinen Büro in London. Auch das Geschäft das man in Indien mit dem Handel mit Tee und anderen Produkten aufzunehmen begann, lief eher zögerlich an. Die Macht der Kompanie war beschränkt und die indischen Herrscher waren skeptisch gegenüber den britischen Neuankömmlingen.

Doch William Dalrymple zeigt sehr anschaulich, wie sich die Bedingungen für die Briten zu ändern begannen. Das große indische Mogulenreich wankte, weil äußere Mächte es bedrohten und auch im Inneren Fürsten aufbegehrten. Es dauerte nicht lange und das Reich wankte nicht nur, es zerfiel. Was daraus entstand gab Dalrymple’s Buch den Namen: Anarchie.

Plötzlich konnte die Kompanie ihr Militär ausbauen, damit Gebiete erobern und ihnen zugeneigten Fürsten bei ihren Unternehmungen behilflich sein. Die Möglichkeiten, die sich daraus ergaben, führten zur Aufnahme eines indischen Wortes in den Wortschatz der Briten: loot- was heute mit plündern übersetzt wurde. Denn das war was die Ostindische Kompanie tat. Das Land und die Menschen auspressen, so gut es ging und dabei nur am eigenen Profit orientiert sein. Dies fand 1770 in der großen Dürrekatastrophe ihren Höhepunkt: Denn die Dürre führte in Indien zu vielen Toten. 1,2 Millionen Menschen sollen dabei gestorben sein. Aber viel Leid hätte verhindert werden können, wenn da nicht die Ostindische Kompanie gewesen wäre, die anstatt ihre vollen Reislager zum größten Teil zu zu lassen, mit der hungernden Bevölkerung geteilt hätte.

Too big to fail

Die Dürrekrise in Indien führte auch für die Ostindische Kompanie trotz der Gier von Leuten wie dem erst jüngst durch die Proteste gegen Rassismus ins Gespräch gekommene Robert Clive ins Desaster. Die Gewinne sprudelten nicht mehr. Im Gegenteil: Die Schuldenberge nahmen gewaltige Ausmaße an und man kam dabei nicht drumherum, bei der britischen Regierung um Hilfe zu ersuchen. Dalrymple macht hier sehr gut deutlich, wie die Dürre zu einem Wendepunkt für die Kompanie wurde. Die Regierung konnte dieses Unternehmen nicht mehr weiter machen lassen, sie musste eingreifen. Die Kompanie war zu groß geworden, eine Insolvenz würde durch die engen Verflechtungen zwischen Kompanie und britischem Staat auch zu einer Krise des Staats führen. Daher musste man sie retten. Dies wurde aber nicht zum Ende der Ostindischen Kompanie, sondern zum Beginn des endgültigen Siegeszugs in Indien, der sogar den ewigen Rivalen Frankreich aus dem Rennen warf und zur einer über hundertjährigen indirekten Herrschaft über die größten Teile Indiens durch die Ostindische Kompanie führte.

Game of Thrones in Indien

Die Schilderungen des Machtausbaus der Ostindischen Kompanie wechseln sich in Dalrymples Buch ab mit den Erzählungen um den Machtkampf um die Nachfolge des Großmoguln. In der Anarchie streiten verschiedene ausländische und inländische Fürsten um die Krone. Ein Machtkampf der in Sachen Spannung und Brutalität gut mit dem Filmepos „Game of Thrones“ mithalten kann. Was wohl der Grund dafür ist, das Dalrymples Buch jetzt tatsächlich auch als Grundlage einer indischen Serie dienen soll. Gute Fürsten, wie der einstige Großmogul Sha Alam kämpfen hier gegen grausame Gestalten, wie Ghulam Quadir, dessen Grausamkeit gegenüber dem Hofstaat Shah Alams ihm später Stück für Stück zurückbezahlt werden sollte.

Die andere Seite der Kolonialgeschichte

Anders als in Deutschland, wo man gegenüber der kurzen und gleichfalls grausamen Kolonialgeschichte sehr kritisch gegenübersteht, wird in Großbritannien die Zeit des britischen Imperiums immer noch gerne mit der rosa Brille betrachtet. William Dalrymple gelingt es mit seinem Buch „The Anarchy“ glänzend ein neues, deutlich kritischeres Licht auf diese Geschichte zu lenken.

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„A very stable genius“

Seit Januar 2017 ist Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und hält die Welt in Atem. Philip Rucker und Carol Leonnig von der Washington Post liefern einen erschreckenden Einblick in das Regierungshandelns des 45. Präsidente der USA.

Von Beginn der Präsidentschaft Trump war klar, hier erlebt man eine neue Art eines US- Präsidenten. Hier kommt kein aalglatter Jurist mit distinguiertem Duktus, besten Manieren und höchsten moralischen Ansprüchen. Trump wurde vom Volk (bzw. den Wahlmännern) gewählt, weil er anders ist. Die US- Amerikaner hatten genug von dem politischen Establishment Washingtons.

Trumps Politikstil löst schon von außen Befremden aus. Trump twittert über alles und gegen alle, bevorzugt die „Fake News“ Media, womit er so Medien wie die New York Times und die Washinton Post meint. Er stößt reihenweise Verbündete vor den Kopf und pflegt ein freundschafliches Verhältnis zu Vladimir Putin. Seine Entscheidungen sind nicht selten unüberlegte Bauchentscheidungen eines Mannes, der sich in seinem früheren Leben vor allem mit „Deals“ beschäftigt hat. Mit der Wahrheit nimmt er nicht so ganz genau.

Trump könnte man zurecht als die Inkarnation des „Anti- Präsidenten“ bezeichnen. Denn er erfüllt alle Kriterien, die die Gründerväter der USA wie zum Beispiel Alexander Hamiltion einstmals zum Anlass dazu nahmen, die Einrichtung eines Impeachment Verfahrens gegen den Präsidenten in die Verfassung mit aufzunehmen.

Das alles weiß man, ohne das man „A very stable genius“ gelesen hat. Warum soll man dieses Buch dann noch lesen? Weil dieser Bericht den Lesern in den inneren Zirkel der Macht des Präsidenten führt und direkt beteiligte zu Wort kommen lässt. „A very stable Genius“ ist fast wie „House of Cards“ in der Realität. Das Regierungshandeln Trumps wir real erlebbar.

Philipp Rucker und Carol Lenning schildern nüchtern und mit großer Detailliertheit was hinter den Mauern des weißen Hauses passiert. Sie zeigen wie die Einmischung Russlands in den Wahlkampf von 2016 die Regierungszeit lange überschattet, wie Trump versucht die Ermittlungen zu torpedieren und wie der seriöse Sonderermittler Robert Mueller nach lange Ermittlungen einen Report vorlegt, der Trumps zahllose Verstöße nachweist, ihn aber nicht zu Fall bringen kann, weil der Report einfach kein klares Urteil fällt, weil die Beweislage nach Meinung des Ermittlerteams nicht hergibt.

Die Autoren beschreiben wie Trump eine Aufnahme für einen Film über die amerikanische Verfassung machen soll, aber zigmal scheitert, weil er nicht in der Lage ist, einen Abschitt der amerikanischen Verfassung vorzulesen, da die Sprache für ihn völlig ungewohnt ist und er es nicht für nötig befunden hat, sich auf die Aufnahme vorzubereiten und seinen Text abschnitt vorher zu üben.

Von fähigen Ministern zu „Ja“ Sagern

General Jim Mattis und Rex Tillerson: Das sind nur zwei Namen derjenigen Regierungsmitglieder, die während der bisherigen Regierungszeit Donald Trumps ihren Stuhl räumen mussten. Ihr Kennzeichnen: Das Verständnis dafür, dass Amerikas Verbündete wichtig sind, genauso wie die Nato und ihr Bemühen, dem Präsidenten dies begreifbar zu machen. Doch leider ohne Erfolg. Denn Trump zeigte sich resistent gegen ihre Ratschläge, ignorierte ihre Vorlagen. Eindrücklich schildern Rucker/ Leonnig dies in der Beschreibung des ersten Pentagon Briefings. Im Bewusstsein, das man Trump nicht mit langen Vorträgen überzeugen kann, wird es akribisch vorbereitet. General Mattis versucht dem Real Estate Tycoon mit kurzen, aussagekräftigen Power Point Slides vor Augen zu führen wie wichtig die internationale Beziehungen und das amerikanische Engagement rund um Welt sind. Doch das alles nützt nichts.

Denn Trump sieht alles nur aus der Perspektive des Geschäftsmanns: Was hat die USA von Militärbasen im Ausland? Warum führt die USA Kriege, die sie nicht gewinnen? Trump versteht das alles nicht und beleidigt die anwesenden hohen Militärs als „Bunch of dopes and babies“ (Trottel und Babies).

Trump braucht keine Minister, die seine Entscheidungen in Frage stellen, die ihn zu belehren versuchen. Dementsprechend kommt es während der Regierungszeit zu vielen Personalrochaden. Dabei erfahren nicht wenige Kandidaten von Ihrer Demission via Twitter.

Auf kritische Minister, die im besten Sinne der Interesse der USA handeln wollen, folgen immer mehr Karrieristen mit fragwürdiger Qualifikation für den jeweiligen Posten, die von Trump dazu eingesetzt werden, um seine Vorstellungen umzusetzen, die stets von jeglichem Mangel des verfassungsmäßig erlaubten getragen werden.

So zeigen Rucker und Leonnig wie Trump immer mehr eine Regierung seiner Gnaden installiert, in der auch Ivanka Trump und Jared Kushner, der selbst bei den Einmischungen durch Russland eine fragwürdige Rolle spielt als Familienmitglieder mit höchster Sicherheitsfreigabe Einfluss ausüben.

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Städtereise USA- Washington, D.C.

  1. National Mall
  2. Das weiße Haus
  3. Capitol und Library of Congress
  4. Museen in Washington D.C.
  5. American Breakfast im Diner

Washington

Der dritte Stop unserer Reise ist Washington D.C. Hier wiederholt sich der Eindruck, den man schon von Philadelphia hatte. Denn im Vergleich zu New York kommt Washington viel ruhiger daher. Die Menschenmassen aus New York sucht man hier- überraschenderweis e vergebens.

Wer in Washington Sightseeing machen möchte, sollte hier möglichst ein Hotel in zentraler Lage suchen, weil so alle wichtigen Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuss zu erreichen sind. Wir haben ein Hotel in Chinatown gewählt. Von dort waren es nur zehn Minuten zu Fuss bis zum Capitol und zur National Mall. Selbstverständlich sind dort auch noch andere Hotels zu finden. In Chinatown gibt es außerdem ein sehr gutes Essensangebot und man kann hier gesund und auch recht günstig essen.

National Mall

Am ersten Tag unseres Aufenthalts in Washington haben wir uns auf die National Mall begeben. Das ist die Nationalpromenade, eine große Parkanlage, die das Capitol auf der einen und das Lincoln Memorial auf der anderen Seite miteianander verbindet. Es empfiehlt sich vor dem Ausflug zur National Mall selbstverständlich sich mit ausreichend Proviant zu versorgen, da es auf der National Mall nur wenige Möglichkeiten gibt, Essen zu kaufen (abgesehen von dem ein oder anderne Hot Dog Stand und dem ein oder anderen Eisverkäufer).Vom Capitol aus, dass einem in echt viel kleiner vorkommt als im Fernsehen, spazierten wir am Washington Monument, dem gewaltigen Obelisk, der in der Mitte der National Mall steht, zum Lincoln Memorial. Überall auf dem Weg gibt es Bänke, die zum Pausieren einladen. Das Lincoln Memorial ist natürlich eines der Highlights von Washington. Stolz drohnt die Statue von Abraham Lincolns, dem Begründer des modernen Amerikas, über Washington. Sein blickt fest in Richtung Capitol gerichtet. Nicht nur das Memorial selbst beindruckt. Auch der Blick von aus dem Memorial auf die National Mall ist das Erklimmen der Treppenstufen wert.

Lincoln Memorial

Das weiße Haus

Vom Lincoln Memorial gingen wir zum Weißen Haus. Die Sicht auf das Weiße Haus ist von zwei Seiten möglich. Direkt von der National Mall kommend, dann schaut man von der Südseite auf das weiße Haus. Oder die Straße am weißen Haus vorbei und dann wieder rechts. Dann kann man von der Nordseite auf das weiße Haus schauen. Eventuell ermöglicht der Blick von der Nordseite einen Blick aus kürzer Distanz. Wir haben uns mit der Südseite begnügt, der Fussmarsch, der hinter uns lag, war auch so ganz ordentlich.

Das weiße Haus in Washington D.C. von der Südseite aus gesehen.

In der Nähe des weißten Hauses ist das White House Visitor Center. Hier kommt man ohne Anmeldung und Eintrittsgebühr hinein. Empfehlenswert ist aber ein Besuch bis zum frühen Nachmittag, weil der Visitor Center sehr früh (um 16 Uhr!) schließt.

Capitol und Library of Congress

Am zweiten Tag waren wir im Capitol. Hier empfiehlt es sich vorher ein Ticket (kostenlos) zu einer Einlasszeit zu reservieren. Das geht auf der Seite des Capitols . Die Führung ist absolut sehenswert, beeindruckend war besonders die Rotunda, die große Kuppel des Capitols.

Das Zentrum der Kuppel des Capitols ziert ein Gemälde auf dem zwei Personen eine Banderole mit der Aufschrift „et pluribus unum“ hochhalten. Dies ist der Wappenspruch im Großen Siegel der Vereinigten Staaten von Amerika. Er spielt auf die Vereinigung der 50 Bundesstaaten an, aus denen die Vereinigten Staaten bestehen.

Vom Capitol aus kommt man durch einen Tunnel direkt in die Library Congress. Diese ist auf jeden Fall sehenswert. Nicht nur wegen Ihrer beindruckenden Architektur im Stil der italienischen Renaissance, sondern auch wegen der wechselnden Ausstellungen, die man sich dort ebenfalls kostenlos anschauen kann.

Warum wurde Washington Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika?
Als es um die Suche nach einer Hauptstadt der Vereinigten Staaten ging, wollte man verhindern, dass durch die Wahl einer Hauptstadt in einem Bundesstaat, dieser eine herausgehobene Stellung gegenüber den anderen Bundesstaaten erhielt. Daher beschloss, man eine Stadt zu gründen, die zu keinem der Bundesstaaten gehörte. George Washington schnitt eine Fläche von jeweils 10 mal 10 Meilen aus den Bundesstaaten Maryland und Virginia heraus um dort den Regierungsdestrict (District of Columbia- benannt nach dem Entdecker Amerikas Columbus) zu schaffen.

Museen in Washington D.C

Neben den Monumenten und Regierungsgebäuden gibt es Washington D.C. noch etwas anderes zu sehen, was man auf keinen Fall verpassen sollte:

Die Smithosian Museums.

Diese sind nicht nur wirklich sehenswert, sondern der Eintritt ist sogar frei. Wir haben uns das Smithsonian Museum of Air and Space und das National History Museum angeschaut.

Im National History Museum konnte man interessante Dinge bestaunen. Neben echten Dinoknochen, und Kristallen haben wir zum Beispiel einem echten Päloontologen bei der Arbeit zugeschaut. (im Vordergrund sieht man die Zähne von Hai „Paul“). Aber auch wenn zwei Museen nicht viel kriegen, die Wegstrecken, die man dabei zurücklegt und den Input den man dabei bekommt, sind nicht zu unterschätzen. Besonders das National History Museum ist wirklich groß und es gibt viele verschiedene Ausstellungen, die wir uns auch nicht alle angeschaut haben. Deshalb lieber nicht mehr planen als zwei Museen an einem Tag.

Ein Paläontologe im National History Museum in Washington bei der Arbeit.

Smithonian National Museum for Air and Space

Im National Museum for Air and Space kann man einen Blick werfen in die Geschichte der Luft und Raumfahrt. Bestaunen lassen sich hier nicht nur amerikanischen und sowjetische Weltraumraketen und Raumstationen, sondern auch echte Flugzeuge von den Gebrüdern Wright bis heute.

American Breakfast im Diner

Meistens bietet es sich an, das Frühstück im Hotel zu sich zu nehmen. Doch nicht immer müssen die Frühstücksangebote überzeugen. So entschieden wir uns in Washington „auswärts“, also außerhabl des Hotels zu frühstücken. Dies entpuppte sich als wirklich gute Idee. Auf der Suche nach einem Frühstück besuchten wir zum Beispiel „Lincoln’s Waffleshop„. Dies ist ein Geschäft ganz so, wie man sich einen echten American Diner vorstellt. Man sitzt an einer Theke und bestellt dort sein Essen. Das Angebot ist reichhaltig. Zum Beispiel gibt es Toast mit Marmelade, Pancakes und – natürlich- Waffeln. Kaffee wird nachgeschenkt so oft man möchte. Hier kommen nicht nur „Touris“ hin, sondern vor allem auch Einheimische. Man erlebt hier also quasi live ein Stück amerikanischer Lebenskultur.

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Städtereise USA – Philadelphia

II. Philadelphia- I love Philly

  1. Freedom Hall
  2. Liberty Bell
  3. Rocky Steps
  4. The Rittenhouse Square

Aus dem geschäftigen New York ging es für uns mit dem Greyhound Bus nach Philadelphia. „Philly“ ist so ganz anders als New York- nicht so überlaufen und voller Touristen, sondern total ruhig und gemütlich.

Freedom Hall

Freedom Hall in Philadelphia

Hier in „Philly“ gibt es eine Menge zu entdecken. Am ersten Tag unseren Aufenthalts in Philadelphia war unser Ziel die Freedom Hall. Diese konnten wir recht bequem zu Fuss innerhalb von einer halben Stunde erreichen. Dort angekommen sicherten wir uns bei der Touristeninformation ein Ticket für die nächste Führung, die im übrigen kostenlos sind, wenn man die Führung am gleichen Tag macht. Daher lohnt sich hier frühes Aufstehen, da die Tickets für den selben Tag nur in begrenzter Zahl vorrätig sind.

Liberty Bell

Nach der Führung durch die Freedom Hall und durch die Räume, in denen die Gründerväter der USA einst die Unabhängigkeitserklärung unterschrieben, ging es für uns weiter zur Liberty Bell, der Freiheits Glocke. Diese wurde geläutet, als die Unabhängigkeitserklärung am 8. Juli 1776 in der Freedom Hall verlesen wurde. Sie ist ein nationales Symbol, ein Erinnerungsort amerikanischer Geschichte geworden.

Rocky Steps

Philly ist nicht nur die Stadt in der große Geschichte geschrieben wurde. Sie ist auch die Stadt von Filmboxlegende Rocky Balboa. Am Aufgang zum Philadelphia Museum of Arts befinden sich die berühmten „Rocky Steps“, die Treppenstufen, die Rocky Balboa in Rocky I laufend erklimmt, um dann schon mal den Jubel zu üben.

Von hier aus hat man auch einen hervorragenden Blick auf Philadelphia und kann von dort bis zur City Hall, eines der Wahrzeichen Philadelphias schauen, dass einstmals in den Jahren zwischen 1871 und 1901 im viktorianischen Stil errichtet wurde.

Ein Blick auf Philadephia von oberhalb den "Rocky Steps".

The Rittenhouse Square

Skulptur: Lion Crushing a Serpent

Wie New York hat auch Philly einige schöne Parks zu bieten. Der Rittenhouse Square gilt als der beliebteste und schönste Park in Philadelphias. Zahlreiche teilweise der griechischen Antike entlehnte Skulpturen sind hier aufgestellt. Bänke und grüne Wiesen laden zum Verweilen in Philadelphias exklusivstem Wohnbezirk ein.

Reading Terminal Market

Wer original amerikanisches Essen, wie zum Beispiel das Philadelphia „Cheesesteak“ ausprobieren möchte, sollte unbedingt in den Reading Termina Market gehen. In dieser Halle finden sie eine bunte Auswahl verschiedenster Gerichte zu vernünftigen Preisen. Aber aufpassen: Der Market hat von 08:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

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Kriegspilger oder: Der Kreuzzug für Alexios Komnenos

Der britische Historiker Peter Frankopan hat mit „Kriegspilger. Der erste Kreuzzug“ (Rohwolt, Berlin 2017) eine neue Geschichte des ersten Kreuzzugs geschrieben. Eine Geschichte aus einem anderen Blickwinkel.

Für die westliche Geschichtsschreibung ist die Rede Papst Urbans II. im Jahre 1095 im französischen Clermont der Auslöser für den Ersten Kreuzzug. Frankopan bricht jedoch mit dieser Vorstellung. Denn er macht den Kaiser von Byzanz Alexios Komnenos zu demjenigen, der der tatsächliche Anstifter zum Kreuzzugs war und stellt Alexios in den Mittelpunkt seiner Studie über den Ersten Kreuzzug.

Byzanz vor dem Zusammenbruch

Kaiser Alexios stand in Byzanz nämlich vor einem großen Problem: Sein Reich wurde von allen Seiten angegriffen, ja die Stabilität und er Bestand des ganzen byzantinischen Kaiserreichs stand auf dem Spiel. Geschickt verstand er es, mit Hinweis auf die Gräueltaten an christlichen Kirchen und den Christen in Byzanz selbst, im Westen für die Kreuzzugsidee zu werben und konnte so auch Kaiser Urban II. begeistern. So dauerte es nicht lange bis ein gewaltiges Heer erfahrener europäischer Krieger sich auf den Weg in den Orient machte, wo die meisten der Anführer des Kreuzzugs Alexios II. die Treue schworen. Der Autor erzählt auch die Geschichte des „Volkskreuzzugs“. Von vielen Zivilisten, die angestachelt von dem Aufruf des Kreuzzugs zum Unbill von Alexios und Urban II. , die nur erfahrende Krieger in den Orient schicken wollten, marodierend in den Orient zogen, um dort völlig unvorbereitet von türkischen Kriegern niedergemetzelt zu werden.

Frankopan schafft es auf seinem gut dreihundert Seiten dünnen Buch glänzend, die Schwierigkeiten des Kreuzzugsunterfangens darzustellen. So habe Alexios beispielsweise zwar zu dem Kreuzzug aufgerufen. Selber konnte er diesen aber nicht anführen, weil er in Byzanz bleiben musste, um dort für Stabilität zu sorgen. Daraus sei Missmut unter den Anführern der Kreuzfahrerschaft entstanden. Denn diese fragten sich, wozu sie für Alexios sein Leben riskierten, während er in sicherer Entfernung zusah. Zugleich habe Alexios Abwesenheit ein Machtvakuum unter den Kreuzfahrern bewirkt, das verschiedene Akteure zu ihrem eigenen Vorteil auszunutzen versuchten. Die Rolle Alexios wird daher, so macht Peter Frankopan klar, in der westlichen Geschichtsschreibung sehr negativ bewertet. Der Autor zeigt überzeugend, das dies ein Ergebnis der westlichen Überlieferung ist, die stets Partei für die Kreuzfahrer ergriff und Alexios daher in einem umso negativeren Licht erscheinen lasse musste.

Eindrucksvoll und doch sehr gebündelt beschreibt der Autor die Kriegshandlungen auf den einzelnen Stationen des Kreuzfahrerheers.
Von Nicäa geht es über Antiocha bis Jerusalem und knapp ein Viertel des einstmals 80.000 Mann umfassenden Kreuzfahrerheers kommt vor den Toren Jerusalems an. Bei den Kämpfen auf dem Weg dorthin schlagen sich die Kreuzritter wacker und stehen ihren türkischen Gegnern in Sachen Brutalität in nichts nach.

Alexios Komnenos ist der eigentliche Gewinner des Kreuzzugs

Nach der Einnahme von Jerusalem, so zeigt Frankopan, hätten die Kreuzzügler versucht das Gebiet zu stabilisieren. Aber dies sei immer schwierig geblieben auch durch die schwierige logistische Versorgung über das Mittelmeer. Alexios hingegen habe den Kreuzzug als einen erstaunlichen Erfolg verbuchen können. Nicäa sei beispielsweise wieder ins Reich eingegliedert worden und die Lage sei sehr stabil gewesen. Peter Frankopan gelingt ein inhaltlich extrem dichtes, sehr flüssig geschriebenes Buch, das außerdem noch mit farbiger Bebilderung, Karten und umfangreicher weiterführender Literatur zu jedem der 12 Kapitel aufwartet. Klare Leseempfehlung!

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Weltpolitik aus der Sicht der anderen

Wenn wir uns mit der momentanen Lage in der Welt beschäftigen, greifen wir gerne auf Literatur zurück, die aus der Sicht von uns „des Westens“ geschrieben ist. Michail Gorbatschows „Was jetzt auf dem Spiel steht. Mein Aufruf für Frieden und Freiheit“ betrachtet die derzeitige Weltpolitik aus seiner persönlichen Sicht. Eine interessante und überaus kontroverse Lektüre.

Gorbatschow sieht uns in einer kritischen außenpolitischen Lage. Er verurteilt die Nichtverlängerung des INF Vertrags, glaubt dass die Globalisierung für viele Staaten zu schnell fortgeschritten seien und steht der Politik des Westens kritisch gegenüber.

Für das Scheitern des INF Vertrags macht er allein die USA verantwortlich. Dass Russland aber Raketen entwickelt haben, die gegen den INF Vertrag verstoßen. Darüber verliert er kein Wort.

Keine Kritik an Putin

Lange Zeit vermisst man ein paar Worte über einen der wichtigsten Player im derzeitigen Weltgeschehen: Russland. Für Putin findet er eher lobende Worte. Nach der schweren Krise unter Jelzin habe Putin Russland zu Wohlstand geführt. Kritische Worte sucht man hier aber erstaunlicherweise vergeblich, wo er sich andernorts mit seiner Kritik an Putin nicht zurückgehalten hat.

Die Medien und Fake News

Die Rolle der Medien sieht Gorbatschow kritisch. Sie würden „Fake News“ (sic!) verbreiten. Hier muss man das Verhältnis des Elder Statesman zur Presse kritisch betrachten. Aber vielleicht zielt er auch auf die russische Medien wie Russland Today ab, die als Propagandakanal überwiegend prorussische und antiwestliche Propaganda verbreiten. Das wird hier nicht ganz deutlich.

Zuviel Globalisierung

Die immer weitergehende Globalisierung der Welt geht ihm zu schnell. Er glaubt auch, dass Staaten in verschiedenen Teilen unserer Erde mit der Globalisierung ein Problem hätten.

Auf der Seite von Greta Thunberg

Gorbatschow setzt sich stark für die Rettung unseres Planeten ein und sympatisiert mit den heutigen Klimabewegungen. Er habe sich schon früher für eine „Erd Charta“ eingesetzt und offebart hier eine grüne Seite, die man sonst vorher nicht an ihm kannte.

Insgesamt zieht Michail Gorbatschow ein versöhnliches Fazit in dem auf die langen Beziehungen zwischen Deutschland und Russland anspielt. Er meint, wir müssten uns gemeinsam anstrengen, um die Situation in der die Welt derzeit steckt, zum Besseren zu wenden.

„Wir können, wir müssen“

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Daniel Siemens: Sturmabteilung. Die Geschichte der SA

Die SA, Hitlers braune Schlägertruppe: In der Erinnerung vieler Deutscher endet die Geschichte der SA mit dem Röhmputsch und der darauf folgenden Nacht der langen Messer. Danach verschwindet die Sturmabteilung der NSDAP in der Bedeutungslosigkeit. Mit diesem Bild räumt die umfassende Gesamtdarstellung des deutschen Historikers Daniel Siemens auf. Sein Werk „Sturmabteilung. Die Geschichte der SA“ behandelt die Rolle der SA in den Jahren 1920 bis 1945.

Daniel Siemens, Deutscher Historiker an der Universität Newcastle, gelingt es in seiner gut strukturierten Arbeit glänzend, die Geschichte der SA zu erzählen. Stellte die Nacht der langen Messer zwar eine erhebliche Zäsur in der Geschichte der SA dar, war sie aber keinesfalls so unbedeutend, wie man vielleicht meinen könnte. Siemens zeigt zum Beispiel, wie die SA zur Organisation wurde, die die erste militärische Ausbildung der Jugend übernahm und sie damit an die Wehrmacht heranführte. Zugleich macht er auch klar, dass das Personal der Wehrmacht aus der SA zum Teil ihre ideologische Prägung erhielten. Sie tauschten die Uniform, nicht die Ideologie.

Der große Verdienst der Studie von Daniel Siemens ist es, die Forschung um die Geschichte der SA um neue interessante Aspekte erweitert zu haben. Beispielsweise untersucht er die Rolle von SA Männern in der deutschen Diplomatie. Diese seien auf Grund ihrer Qualifikation wenig für dieses Amt geeignet gewesen, und hätten mit mehr oder großem Erfolg die Sache der Nazis, nämlich die Endlösung der Judenfrage in den südosteuropäischen Ländern vorangetrieben.

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weitere Rezensionen:

Zudem interessant: Der militärische Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur

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Anne Applebaum: Roter Hunger

Der „Holodmor“ ist ein Wort, dass ich ehrlicherweise erst in Applebaums Buch „Roter Hunger“ kennengelernt habe. „Holodmor“ so nannten die Ukrainer die schwere Hungersnot, die die Herrschaft der Sowjetunion über die Ukraine brachte.

Anne Applebaum bringt in einer Zeit, in dem das Verhältnis zwischen Ukraine und Russland umso mehr gespannt ist, ein Buch über ein besonders schweres Kapitel des ukrainischen Geschichte heraus, das bis in die Gegenwart das Verhältnis zum Nachbarn schwer belastet.

Während sie im Hauptteil des Buches die Entwicklung des „Holodmor“ behandelt, kümmert sich sich in einem Extrakapitel auch um die Rezeption der Hungersnot in der Gegenwart.

Sie schafft es, trotz der unglaublichen Leiden, die die verfehlte ideologiegesteuerte Ernährungspolitik der Sowjetführung über die Menschen in der Ukraine gebracht haben, in bester Historikermanier sehr ausgewogen über die Ereignisse zu schreiben.

Auch die umstrittene Frage, ob der „Holodmor“ ein Völkermord war, wird von Applebaum behandelt. Sie findet für ihre Position gute Argumente. Dennoch bleibt der „Holodmor“ sicher eines der größten Verbrechen in der Geschichte der Menschheit, die allein in der Ukraine 3,9 Millionen Menschen das Leben kostete.

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New York – Washington – Philadelphia- Baltimore- eine Städtereise durch die USA

Das erste Mal in die USA: auf geht es zu einem unvergesslichen Städtetrip. Von New York geht es nach Philadelphia, Washington und Baltimore. In unserem kleinen Reisebericht geben Tipps, was ihr Euch auf keinen Fall entgehen lassen solltet, geben Euch Hilfe zur Orientierung und viele andere hilfreiche Hinweise.

Erster Teil:

New York: Die Stadt, die niemals schläft

  1. Ankunft
  2. Unterkunft
  3. Sightseeing in New York
  4. Die Parks von New York

Ankunft

Unser Flug nach New York landete am JFK Airport. Von hier ging es in die Nähe des Stadtzentrums nach Queens. Wenn man vom JFK Airport in die Stadt fahren möchte, gibt es mehrere Möglichkeiten: Taxi, Airtrain oder mit Shuttle Bussen.

Wir haben uns für den Airtrain entschieden, er kostet pro Person fünf Dollar. Diese Bahn verbindet alle Terminals des John F. Kennedy Airports miteinander und hält auch an der Jamaica Station (keine! U Bahn Station) Von hier kann man zur U Bahn Station Sutphin Boulevard/Archer Avenue/JFK Airport laufen (drei Minuten) und von dort aus bequem und schnell in die Innenstadt fahren.

Für einen Reise nach New York lohnt es sich eine Wochenkarte für die Metro zu kaufen. Diese kostet 33 Dollar pro Person und lässt sich z.B. an der Subway Station Sutphin Boulevard/Archer Avenue/JFK Airport erwerben.

Hinweis: Die magnetische Metrocard scheint ein Problem mit den von Smartphones ausgehenden Strahlen zu haben. Von unseren zwei Metrocards ging am nächsten Tag nur noch eine, da die eine Karte trotz keinen äußerlichen Schäden nicht mehr lesbar war. Leider ist das Vorgehen der an den U Bahn Stationen befindlichen Service Kräfte in solchen Fällen recht uneinheitlich, sodass man uns erst am dritten Tag unser Reise sagte, wir müssten die Karte mit einem Formular an eine bestimmte Behörde schicken, um von dieser dort einen Teil des Kaufpreises zurückzubekommen. Zwischendurch hatten wir uns entweder selbst unsere Metrocard, die wir für die Fahrt des Airtrains erworben hatten aufgeladen oder haben die Schranke der U Bahn auf andere Weise überwunden (zum Beispiel mit der Hilfe eines freundlichen NYPD Police Officers, der einfach seine Karte durch den Automaten zog, damit ich durchgehen konnte (kein Witz!)) .

Unterkunft

Unser Hotel lag in Queens/ Long Island. Von hier aus fuhren wir in nur drei Stationen nach Manhattan und starteten unsere Sightseeingtour mit einem Besuch im Central Park. In diesem wunderschönen, ruhigen Park kann man sehr gemütlich einige Stunden verbringen. Wie bei allem in Amerika gilt aber: Die Entfernungen nicht zu unterschätzen. Denn sie sind meistens länger als man denkt.

Sightseeing in New York

Vom Central Park aus haben wir uns dann entlang der Fifth Avenue auf den Weg Richtung Downton Manhattan gemacht. Auf dem Weg dorthin lassen sich selbstverständlich viele Zwischenstationen machen, die man auf keinen Fall verpassen sollte. So gingen wir in den Rockefellercenter, der schon von außen beeindruckt. Ein Stück weiter unten auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich die St. Patricks Cathedral. Auch hier lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch im Inneren des Gotteshauses. Und das nicht nur wegen der angenehmen Innentemperatur des Steinbauwerks und des Gratis „Holy Water“.

Bild zeigt St. Patricks Cathedral in der Fifth Avenue.
Blick auf die St. Patricks Cathedral

Auf dem weiteren Weg entlang der Fifth Avenue passiert man das Empire State Building und erhascht auch einen guten Blick auf das Chrysler Building. Als nächstes kommt man dann zum Madison Square Park, der zu einer Pause einlädt. Der Park ist direkt vor dem weltberühmten Flatiron Building, dem Gebäude das eine Form hat wie ein Bügeleisen (engl. Flatiron).

Madison Square Park
Madison Square Park

Die Parks von New York

New York ist eine pulsierende Metropole. Überall wo man hinblickt sind die Fusswege voller Menschen, der Verkehr fliesst durch die Straßen Manhattans. Überall ist etwas los. Aber trotzdem gibt es in dieser lauten Stadt, sehr schöne vereinzelte Fleckchen in denen man Ruhe findet: die Parks von New York.

Neben dem Central Park, der natürlich der Vorzeigepark der Stadt ist, haben wir den Madison Square Park, den Bryant Park und den Paley Park während unserer Touren durch Manhattan besucht. Zum empfehlen soll auch der Highline Park sein, der auf einer stillgelegten Bahntrasse angelegt wurde. Ein kleines Juwel ist der Paley Park im oberen Teil von Manhattan. In der 53st Street gelegen lädt er an einem kleinen, aber dafür erstaunlich kräftig fließenden, künstlichen Wasserfall zum Verweilen ein. Dieser Park wird gerne von der arbeitenden Bevölkerung zur Mittagspause genutzt, einer kleiner Imbissstand bietet eine große Auswahl an Getränken und Essen für angenehme Preise.

Der Central Park in den frühen Morgenstunden. Und nur New York schläft doch!
Der Central Park in den frühen Morgenstunden. Und nur New York schläft doch!

Wenn man in einer Stadt wie New York mit so vielen, auch geschichtsträchtigen Wolkenkratzern ist, will man sich einen Blick von oben natürlich nicht entgehen lassen. Dazu stehen einem natürlich einige Möglichkeiten zur Verfügung. Die bekanntesten sind das Empire State Building, Rockefeller Center, und der Freedom Tower, der nach dem Einsturz des World Trader Centers errichtet wurde. Alle drei haben ihre Vorteile.

Wir haben uns für den Freedom Tower entschieden. Tickets mit Einlasszeit um die Warteschlange zu vermeiden, kann man hier erwerben. Uns hat der Freedom Tower sehr gut gefallen. In beeindruckend kurzer Zeit geht es mit dem Aufzug in den 105. Stock. Der Blick über New York City ist überragend. Von dort oben hat man den Überblick: Freiheitsstatue, Brooklyn Bridge, Empire State Building. Alles ist von hier gut zu sehen.

Blick vom Freedom Tower auf Brooklyn
Blick vom Freedom Tower auf Brooklyn

Anschließend sind wir zur Ablegestelle der Staten Island Ferry unweit des Battery Parks gefahren. Die Fähre nach Staten Island, der New York vorgelagerten Insel, ist auf jeden Fall sehr zu empfehlen. Denn sie bringt die New York Pendler von Staten Island in die City und ist kostenlos. Auf ihrer Fahrt passiert sie die die Statue of Liberty, so dass man hier auch einen wunderbaren Blick erhaschen kann.

Den letzten Tag in New York nutzen wir, um das Gebäude der United Nations zu besuchen. Für Politikinteressierte wie mich, eine sehr interessante Location. Auch hier muss man vorher ein Ticket kaufen und einen Zeitslot wählen. Es empfiehlt sich aber eine Stunde vor dem Termin am Visitor Center zu sein, weil man hier noch Erkennungsmarken ausgedruckt bekommt, die man am Körper tragen muss, um in das Gebäude zu gelangen. Auf der Führung hatten wir das Glück alle Sitzungsräume betreten zu können, weil gerade Mittagspause war. Es war schon recht beeindruckend, mal in den Sälen zu sitzen, in denen sonst nur die großen Weltlenker sitzen.

Den Nachmittag nutzen wir, um über die Brooklyn Bridge nach Brooklyn zu gehen. Sicher einer der schönsten Stadtteile New Yorks von dem man außerdem noch einen sehr schönen Blick auf die Skyline von Manhattan hat.